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Die Jenaer Bierdörfer – wie zum Beispiel Wöllnitz – waren im 19. Jahrhundert ein Zentrum einer lebendigen Tradition. Vor allem Student:innen frequentierten die vielen kleinen Kneipen, weil sie fernab der Stadt den wachsamen Blicken des Universitätskörpers entgehen und in Ruhe eines über den Durst trinken konnten. Burschenschaften verlegten ihre Gelage in die Bierdörfer und tranken das für die Region typische spritzige, saure Weizen in rauen Mengen. Der Sud wurde spontan vergoren und passte mit seinem wilden, ungeschliffenen Charakter exzellent zu derlei Gelegenheiten. Diese besondere Spezialität wurde in der Wöllnitzer Talschänke bis ins 21. Jahrhundert ausgeschenkt, bevor die Brauerei 2022 schloss. Freigeist Bierkultur griff diese Geschichte auf: Chefbrauer Sebastian Sauer isolierte aus dem Bodensatz einer historischen Flasche eine lebendige Mischkultur und braute damit den ersten „Doppelgänger“ – eine moderne Wiedergeburt dieses fast in Vergessenheit geratenen Schmankerls.
Der Doppelgänger 2 führt dieses Projekt konsequent weiter. Das obergärige, saure Weißbier wird auf Basis von Gersten- und Weizenmalz gebraut. Eine schöne Verbindung zur Tradition der Region ist das Malz, das über Kornelkirschholz geröstet wird.
In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiges Aromenspiel: die frische Säure unreifer Früchte, zarter Rauch und eine leichte wilde Note, die an frisches Heu und Steinobst erinnert. Am Gaumen präsentiert sich Freigeists Doppelgänger 2 trocken, spritzig und erfrischend. Die prägnante Säure verbindet sich mit feinen Fruchtnoten und dem unverkennbaren Funk wild vergorener Biere. Ein Fest!
Freigeist BierkulturWasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen, Hefe