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In den letzten Jahrzehnten ist man in Brauereikreisen zur Erkenntnis gelangt, dass Bier – ähnlich wie Wein – vom bewussten Reifen profitieren kann. Je nach Stil und Stärke reichen diese Zeiträume von wenigen Wochen bis hin zu vielen Jahren. Gelagert wird auf unterschiedliche Weise: in der Flasche, wo Sauerstoff und Hefe langsam wirken, im Holzfass, das zusätzliche Aromen von der vorherigen Belegung birgt, oder tief unter der Erde in konstant kühlen Felsenkellern. Mit der Zeit verändern sich Bittere und Geschmack, Kanten werden weicher, Aromen verschmelzen, neue Geschmacksdimensionen entstehen und die Komplexität nimmt spürbar zu.
Das Aecht Schlenkerla Fastenbier des Jahrgangs 2018 ist ein eindrucksvolles Beispiel für diese Praxis. Nach der Abfüllung reifte das unfiltrierte Bier drei Jahre lang in den Felsenkellern unter dem Bamberger Stephansberg, bevor es freigegeben wurde. Heute, sagenhafte sieben Jahre nach dem Braujahr, präsentiert sich dieses Fastenbier tief gereift und außergewöhnlich vielschichtig.
Der Sud fließt in der Farbe frisch aufgebrühten Kaffees ins Glas und hat eine sanfte Trübung sowie einen feinporigen, elfenbeinfarbenen Schaum. Der Duft verbindet Rauch, Holz und Pumpernickel mit Karamell, Speck und einem Hauch Vanille. Der Antrunk ist wunderbar rund und vollmundig: Kakao, Espresso, salzige Umami-Noten, Toffee und milde Rauchigkeit greifen harmonisch ineinander. Weiches Malz, dezente Süße und ein langer, hopfenbitterer Nachhall vervollständigen diesen komplexen Genuss mit großer Tiefe.
Brauerei SchlenkerlaWasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe