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Lange Zeit war in puncto Bierzutaten alles möglich: Jede nur erdenkliche Getreidesorte, Kräuter, Gewürze und allerlei andere Dinge wanderten in den Braukessel und der Geschmack des Endprodukts war alles andere als einheitlich und nicht immer klar der Kategorie Bier zuzuordnen. Das Bayerische Reinheitsgebot setzte diesem wilden Treiben im Jahr 1516 ein vorübergehendes Ende. Fortan durfte – zumindest in Bayern – nur das als Bier bezeichnet werden, was aus den vorgegebenen vier Grundzutaten Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe hergestellt wurde. Die bayerische Bierlandschaft war bis in die 1990er Jahre von diesem Beschluss geprägt und erst die Craftbier-Bewegung lockerte die Einstellung der Braumeister:innen gegenüber unkonventionellen Rohstoffen. Heute sind Gose mit Gurken, Saison mit Chili oder Berliner Weisse mit Basilikum kein Unding mehr und der Biermarkt ist abwechslungsreich und bunt.
Eine dieser vom Bayerischen Reinheitsgebot abweichenden Kreationen ist Max’s Forest Brew und stammt aus der Feder des Orca Braus in Nürnberg: In Zusammenarbeit mit dem Hotel Forsthaus in Fürth haben sie ein Helles kreiert, das neben den üblichen Zutaten auch noch Fichtennadeln enthält. Der besondere Rohstoff stammt aus dem Vorgarten des Hotels: Am Brautag wurden die jungen Fichtentriebe gepflückt und wanderten ganz frisch in den Braukessel. Das würzige Grün ergänzt die ausgewogene Aromatik des Hellen mit einem Hauch Wald, der hervorragend zum kernigen Malz und dem knackig bitteren, zart fruchtigen Hopfen passt.
orca brauWasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe.
Fichtennadeln wurden nur zum Geschmack abgeben verwendet und dann wieder aus dem Produkt entfernt.